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Info-Abend der SPD Breckenheim im September

Über Generalvollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Für einen sehr interessanten und praxisnahen Vortrag zu Generalvollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung im gut besetzten Evangelischen Gemeindehaus konnte Dieter Völker der SPD Breckenheim den Rechtsanwalt und Notar a.D. Dr. h.c. Endrick Lankau gewinnen. Er ist Gründer und Partner des Anwaltsbüros Dr. h.c. Lankau, Dr. Weitz & Partner in Darmstadt. Dr. Lanka wohnt mittlerweile in Breckenheim und betreibt von hier aus eine Zweigstelle.

Der Referent stellte an deutlichen Beispielen klar, dass diese Thematik wichtig ist für alle Altersgruppen, denn auch junge Leute können aufgrund von Krankheiten oder Unfällen vorübergehend geschäftsunfähig werden. Wenn dann keine Vollmachtregelungen vorliegen, kann das zu schwierigen und unangenehmen Situationen führen. Deshalb riet der Referent dringend dazu, dass auch junge Menschen zur Vermeidung unangenehmer Risiken möglichst frühzeitig Generalvollmachten erteilen und Betreuungs- und Patientenverfügungen treffen.

Dr. Lankau stellte im Einzelnen dar, worum es sich bei der Vollmachterteilung handelt und welche Anforderungen zu beachten sind. Besonders wies er darauf hin, dass durch die Benennung eines Betreuers in einer Betreuungsverfügung ausgeschlossen ist, dass im Ernstfall ein Betreuungsgericht einen Betreuer bestellt, weil die individuelle Betreuerbestellung der gerichtlichen Betreuerbestellung grundsätzlich vorgeht. Er gab den Zuhörerinnen und Zuhörern auch Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Beiträge zu leisten, wovon reger Gebrauch gemacht wurde, so dass es zu interessanten Diskussionen kam.

Des Weiteren ging es um die Patientenverfügung. Diese soll für den Fall von schwerster und aussichtsloser Krankheit vorsorgen und verfügen, welche Behandlungen vorgenommen werden sollen oder eben auch nicht. Wenn der Mensch selbst nicht mehr in der Lage ist, Entscheidungen zu fällen, können entsprechende Anordnungen in der Patientenverfügung den Ärzten und Angehörigen Klarheit verschaffen. Mit Einfühlungsvermögen machte Herr Dr. Lankau deutlich, dass eine Patientenverfügung eine große Entlastung für die Angehörigen in solchen schwierigen Situation bedeutet.

Diese Veranstaltung der SPD Breckenheim hat den Teilnehmern sehr viele praktische Hinweise in dieser schwierigen Thematik vermittelt.

Unser Dank gilt Herrn Dr. Lankau, der seine Zuhörer sensibilisieren wollte, sich mit diesen Themen in guten und gesunden Zeiten zu beschäftigen, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Das ist ihm in besonderer Weise und unter großem und dankbarem Beifall aller Anwesenden gelungen.